Wieviele Fahrlektionen brauchst Du?

  • In der Schweiz gibt es im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern kein Obligatorium für eine bestimmte Anzahl Fahrlektionen beim Fahrlehrer. Wie viele Fahrstunden Du brauchst richtet sich mehr nach Deinen Möglichkeiten auch privat zu üben, Deinem Flair, Deiner Lern- und Konzentrationsfähigkeit. Zu guter Letzt braucht es eine gute Portion Motivation von Deiner Seite, alle die von Dir erlernten theoretischen Gesetze nun in die Praxis umzusetzen. Achtung bei *Billig Fahrschulen*. Billig heisst nicht immer günstiger Fahren!
  • Eine seriöse Fahrschule verfolgt ein Ziel: So wenig Fahrlektionen wie möglich und so viele wie nötig.
  • Du kannst privat Üben, jedoch muss Dein Begleiter derzeit in der Schweiz mindestens 23 Jahre alt ist und den Führerschein seit 3 Jahren besitzen.
  • Das Fahrzeug für private Übungsfahrten braucht ein blaues "L". Das verwendete Fahrzeug muss in guten technischen Zustand sein und die Hilfs- und Stellbremse (Handbremse) muss sich in der Mitte der beiden Vordersitze gut zugänglich für die Begleitperson befinden. Fahrzeuge welche die Stellbremse als Fussstellbremse links neben dem Kupplungsbedal haben (z.B. Tuareg, Cayenne, gewisse Japaner, Mercedes, Volvo, etc.) dürfen nicht für Übungsfahrten mit Fahrschülern verwendet werden.
  • Verkehrsreiche Strassen dürfen gemäss Gesetz erst bei fortgeschrittener Ausbildungsdauer und Autobahnen erst bei Prüfungsreife gefahren werden.
  • Die privaten Fahrstunden sollten mit den in der Fahrstunden übergeben neuen Unterlagen erfolgen und nicht nach dem Schema *ANNO Dazumal* gemacht werden. Es gibt laufgend neue Regelungen und Gesetze, welche unsere Eltern leider nicht mehr kennen können. Wenn Du privat übst, dann anhand der Unterlagen vom Fahrlehrer. Es sollte nicht einfach in der Gegend herumgefahren werden, sondern gezielte Übungen, die vorgängig in der Fahrschule eingeschult worden sind, weiter vertieft werden, z.B. befahren von Kreisverkehr, Kreuzungen, Gabelungen, Einmündungen, Pakieren, Wenden, Einspuren, nach Wegweiser fahren, Vortritt, rechts Vortritt und Blicktechnik.
  • Die oblogatorische Vollkasko-Versicherung (120.-) beim Fahrlehrer empfiehlt ist sehr, welche bei der Lernfahrt verursachte Schäden oder auch Verletzungen abdeckt. So können im Schadenfall auftretende immense Kosten zum vornherein abgewendet werden.